Aus dem Gemeindeleben

 

Erfahren Sie mehr aus Interviews mit Gemeindemitgliedern zu interessanten Themen und aus Berichten, z.B. von Rüstzeiten, ...


„Viele gute Erfahrungen, viel zu lernen und viel Grund zur Dankbarkeit“

 

Seit März 2018 arbeitet Michael Friedemann als Gemeindepädagoge in Einsiedel. Diese zusätzliche Stelle wird vor allem mit Spenden finanziert. Veit Gruber (Förderverein) sprach mit Michael über

 

seine Eindrücke und Erfahrungen.

 

Veit: Michael, du bist jetzt schon einige Monate hier in Einsiedel unterwegs. Wie geht es dir hier?

 

Michael: Ich mache viele gute Erfahrungen, lerne viel und bin Gott dafür sehr dankbar!

 

Veit: Der Schwerpunkt deiner Aufgaben liegt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wo genau bist du da tätig?

 

Michael: Ich verantworte die Jungschar, einen Treff von Jungs von der 3. bis zur 6. Klasse. Montags kommen hier alle 14 Tage so etwa zwischen 10 und 12 Jungs zusammen. Neben Spiel und Spaß geht es natürlich auch darum von Gott zu hören und den Kids Jesus lieb zu machen.

 

Veit: Die Jungs können schon ganz schön anstrengend sein, oder?

 

Michael: Ruhig da sitzen und brav auf die Geschichten der Jungscharonkels hören, das gehört bei ihnen nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen. Aber das ist voll in Ordnung. Es ist super, dass sich Willy Mai so sehr bei der Jungschar engagiert. Da können wir dann immer wieder

 

einmal unterschiedliche Aktionen ausprobieren.

 

Veit: Zum Beispiel?

 

Michael: Schön war es, dass wir gemeinsam mit anderen Jungscharen aus Chemnitz am Jungschartag im September teilnahmen. Da gab es gute Impulse für die Kids und sie haben erlebt, dass es noch mehr Kreise dieser Art gibt, die sich regelmäßig treffen.

 

Veit: Wo können wir dich noch in der Gemeinde antreffen?

 

Michael: Ich arbeite im Konfi-Treff mit. Die Arbeit mit den Konfirmanden ist schön, aber auch herausfordernd. In knapp zwei Jahren sollen sie auf den Moment vorbereitet werden, in dem sie

 

bewusst „Ja“ zu Jesus und ihrer Taufe sagen. Besonders beeindruckt hat mich die Konfi-Oase in den Herbstferien. Es ist toll zu erleben, wie Konfis in dieser Woche Schritte auf Jesus zu machen. Und da gibt es noch einige Ideen, die ich in den Konfi-Treff einbringen und ausprobieren möchte.

 

Veit: Stichwort „Junge Gemeinde“ …

 

Michael: Die Begleitung der Jungen Gemeinde (JG) ist eine sehr zentrale Aufgabe für mich. Das mach ich natürlich nicht allein, sondern im Team mit Elisabeth Pahl und engagierten Jugendlichen. Ich wünsche mir, dass die JG ein Ort ist, wo jede/r so angenommen wird, wie er/sie ist. Die Erfahrungen der letzten Wochen zeigen, dass das (wenn auch noch nicht perfekt) geschieht! Ich danke Jesus, dass Jugendliche sich trauen ihre Herzen zu öffnen und Dinge berichten, die sie beschäftigen oder bedrücken. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war unsere JG-Rüstzeit in den Sommerferien (Bericht im letzten Gemeindebrief). Am 2. September 2018 hatte die JG den Gottesdienst in Einsiedel ausgestaltet – für uns als JG eine tolle Erfahrung! Wir planen das im 1. Halbjahr 2019 zu wiederholen... Aber jetzt ist erst einmal Adventszeit, nun steht das Krippenspiel an.

 

Veit: Elisabeth und du, ihr habt euch aber auch schon bei der Gemeinderüstzeit eingebracht.

 

Michael: Die Rüstzeit war für uns beide eine tolle Gelegenheit, viele Menschen kennenzulernen. Und ich mach sehr gern Musik, am liebsten mit vielen andere. Außerdem gingen von der Rüstzeit wichtige Impulse für das Leben der Gemeinde aus. Ich hoffe und bete, dass diese nicht im

 

Trubel des Alltags untergehen, sondern uns immer wieder herausfordern, Gemeinde weiter zu denken und auch zu prüfen, wo man sich selbst einbringen kann.

 

Veit: Und seither engagiert Ihr euch im Gottesdienst-Team.

 

Michael: Ich freue mich sehr, dass es Menschen in der Gemeinde gibt, die darüber nachdenken, wie der Gottesdienst lebensnah und attraktiv gestaltet werden kann. Wir wollen, dass Jesus erlebbar ist, zu uns spricht und er unsere Gemeinschaft prägt. Uns beschäftigt die Frage,

 

wie es gelingen kann, verschiedene Generationen, Erfahrungen und Erwartungen unter einen Hut zu bringen.

 

Veit: Ich sehe schon, du bist an einer Reihe von Aufgaben dran. Schön finde ich, dass es in jeder Aufgabe um Teamwork geht. „Einzelkämpfer“ würden sich da vermutlich nur aufreiben.

 

Michael: Das stimmt. Für mich kommt hinzu, dass ich parallel auch in Adelsberg (20%) und im Stadtjugendpfarramt (15%) tätig bin. In vielen Projekten und Kreisen bin ich dabei. Da ist es mir ein großes Anliegen, nichts und niemanden zu übersehen Für meinen Dienst bin ich auf die Fürbitte der Gemeinde angewiesen!

 

Veit: Vielen Dank für alles Engagement hier in Einsiedel und auch in den Nachbargemeinden.

 

Klar ist, dass uns seitens der Landeskirche zukünftig noch weniger Gemeindepädagogen-

 

Stunden als derzeit zur Verfügung stehen. Für uns als Jakobi-Kirchgemeinde heißt dies folgendes:

 

1. Wenn uns eine Aufgabe, ein Dienst wichtig ist, dann ist es an uns Einzelnen, ehrlich zu prüfen, ob und wenn ja, wie wir uns dort einbringen können. Übrigens, „ehrlich prüfen“ kann auch „nein“ heißen. Aber wir können und dürfen solche Aufgaben nicht nur auf die einzelnen Hauptamtlichen delegieren (auch wenn diese dafür bezahlt werden).

 

2. Schon jetzt wird die 50-%-Stelle von Michael Friedemann nicht aus dem Haushalt der Landeskirche finanziert. Aber die Arbeit von Michael ist wichtig für alle, die ehrenamtlich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sind. Daher werden wir auch zukünftig Stellen über den

 

Förderverein finanzieren (müssen).

 

3. Wir geben als Förderverein seit einiger Zeit Monat für Monat 800 Euro mehr Geld für Jugendarbeit aus als wir Eingänge verzeichnen können. Noch ist das möglich, da wir in letzten Jahren Reserven aufbauen konnten. Aber perspektivisch suchen wir noch etwa 25 bis 30 Personen, die sich an den laufenden Personalkosten mit beteiligen.

 

Wenn Ihnen das am Herzen liegt, dann sprechen Sie uns an:

 

Johannes Dziubek (Pfarrer), Steve Richter (Kirchenvorstand), Veit Gruber (Förderverein).